Die Hochkonjunktur war mit belanglosen Dingen gefüllt

Außenküchen, Nummernschilder für Kinderwagen, Katzenhalsbänder mit Diamanten. Die Liste der Produkte, die während der Hochkonjunktur das Licht der Welt erblickten, ist lang. Verkatert sind die Verbraucher aufgewacht und lassen sich jetzt wesentlich stärker von der Vernunft leiten. 


Bei den Lebensmitteln sehen wir dieselben Tendenzen. Die Basisküche gewinnt an Einfluss. Die teuren, exotischen Produkte sind verschwunden und reine Rohwaren stehen hoch im Kurs. Restaurantbesuche wurden durch Takeaway und häusliche Gemütlichkeit ersetzt. Und inmitten dieser Alltäglichkeit leisten wir uns einen Food Fix und kaufen eine Tüte Chips, jedoch am liebsten fettreduziert und mit einheimischem Siedesalz. 

Der Landwirt als Held 
Die Verpackung spiegelt die Zeit wider, in der wir leben. Visuell kehren wir buchstäblich zu den Ursprüngen zurück. Es gibt bereits Beispiele dafür, dass die Rohware – die Kartoffel – anstelle der industriell hergestellten Fertigprodukte auf der Frontseite der Chipstüte erscheint. Oder dass auf der Verpackung für Spinatsauce der Landwirt stolz seinen frischen Spinat vorzeigt. Insgesamt werden wir in den nächsten Jahren erleben, dass die Verpackung alles andere als industriell hergestellt aussehen soll. Transparenz wird weiterhin wichtig sein. Das Lebensmittel muss sichtbar sein, nichts darf versteckt werden. Damit wird die Glaubwürdigkeit der Marke unterstrichen und Vertrauen bei den Verbrauchern geschaffen. 

Verantwortlichkeit 
Der Verbraucher wird das Produkt bevorzugen, das Verantwortung gegenüber der Umwelt zeigt. Ob dieselbe Person dafür einen Aufpreis bezahlen will, ist jedoch weniger sicher. Deshalb setzt Faerch darauf, innerhalb der gegebenen Rahmen grüner zu werden. Unter anderem durch einen größeren Anteil von recyceltem Kunststoff sowie Weiterverfolgung der Strategie mit Monomaterialien, die sicherstellt, dass mehr als 99 % der Rohmaterialien in der Produktion eingesetzt oder wiederverwendet werden. 

Takeaway und Gemütlichkeit zu Hause 
Wir sehen auch, dass sich der Geschmack ändert. Während es in der Hochkonjunktur kaum exotisch genug werden konnte und nichts schmeckte wie erwartet, werden wir jetzt erleben, dass der reine Geschmack ohne zu viele Marinaden und Geschmacksstoffe an Bedeutung gewinnt. Wer weiß, vielleicht kehren wir dahin zurück, dass das Essen wieder sauer, süß, salzig und bitter schmecken soll. Das wäre ja gar nicht so schlecht!